Lesenszeit

Arno Schmidt hat in einem seiner Essays errechnet, wie viel Lektüre ein gebildeter Mensch in seinem Leben bei gründlichem Lesen schafft: Er kam auf 2.000 bis 3.000 Bücher, und zwar von der Wiege bis zur Bahre. Mehr ist einfach nicht drin! Daher habe ich schon genug zu tun, jene gewaltigen Bildungslücken zu schließen, die selbst im klassischen Kanon bei mir noch klaffen. Bis heute las ich bspw. weder Marcel Proust, noch Nathaniel Hawthorne, Herbert Rosendorfer, die Rahel Varnhagen oder den Octavio Paz. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

-- Klaus Jarchow, Lebenslesezeit (Blogeintrag. Stilstand)

Polaroids

Es kostet einige Mühe, zu kapieren, daß andere Männer nicht besser sind, als man selber, genauso ordinär, aber die Erkenntnis, daß Frauen fröhlich mitmachen, wird er zeitlebens nicht verkraften.

-- John Updike Rabbit is rich (1983:355)

Der eifrige Kirchenmann

Bevor er in die Brusttasche seines Jackets faßt, klopft Campbell seinen Pfeifenkopf aus - in einer Gemütlichkeit, die Harry die Vorzüge des Schwulseins veranschaulicht. Die Welt ist bloss ein Kuriosum für diesen Kerl. Er wandelt über dem Wasser; der Schmutz von Frauen, der Schmutz des Kindermachens besudelt seine Schuhe nicht. Man muss den Hut ziehen vor ihm: Nichts bringt den Kerl aus der Fassung. Das ist wahrer Glaube.

 

-- John Updike, Bessere Verhältnisse (1983:235)

 

A.Word.A.Day: Camelot ... and other places

A flight of imagination can take us anywhere, whether real or fabled. These are mythical places and they are used figuratively in English. No need to buy a ticket. No need to pack. All aboard, fasten your seatbelts! Source and ideahttp://wordsmith.org/words/

Camelot

An idealized time or place, one regarded as enlightened, beautiful, and peaceful. After Camelot, the site of King Arthur's court in Arthurian legend.

Camelot auf Wikipedia

Never-Never-Land

An idealized imaginary place where everything is perfect. From Never Never Land in J.M. Barrie's play Peter Pan (1904).

Ivory Tower

 A place or state of privileged seclusion, disconnected with practical matters and harsh realities of life. The term was first used in the figurative sense in 1837 by literary critic Charles Augustin Sainte-Beuve (1804-1869).]